Auch die Freistadt Christiania wollten wir uns während unseres Kopenhagenbesuchs nicht entgehen lassen. Diese in den 70ern bestimmt mit edlen Zielen gegründete autonome Gemeinde hinterlässt bei uns einen etwas zwiespältigen Eindruck. Offensichtlich sind zuallererst einmal die Touristenmassen, in die wir uns ja brav eingereiht haben. Es fallen aber doch auch die vielen „verlebten“ Gestalten auf, die in Christiania zu sehen sind. So ganz einfach scheint das alternative Leben dem ersten Anschein nach auch nicht zu sein.

Schön sind die teilweise liebevoll gestalteten Häuser, teils mit kleinen Nutz- und Ziergärten:

Häuschen mit Garten in Christiania

Häuschen mit Garten in Christiania

 

Im „Green Light Distict“, in dem weiche Drogen gehandelt werden, waren wir auch (da darf und sollte man aber nicht fotografieren). Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass der Unterschied zum Görlitzer Park oder der Hasenheide für die geübte Berlinerin nicht so erkennbar war, die Sympathieträger hatten wohl gerade frei.

Abgesehen davon hat uns in der gesamten Freistadt das Gefühl nicht losgelassen, dass auch hier hauptsächlich Geld verdient werden muss, sei es mit Fahrradbau, Hippiekitschmärkten oder mit Drogenhandel, aber ich muss zugeben, dass wir uns auch nicht näher mit der Sache beschäftigt haben.

Werbung für Christiania-Aktie

Irgendwoher muss das Geld ja kommen

Raus aus Christiania hat sich erst mal mein Schaltzug verabschiedet, so dass ich das anschließende Stadtbummeln spontan mit einem Fixie absolvieren durfte.

Handbike Schaltzug kaputt

Schaltzugreparatur

Nachmittags war also eine spontane Fahrradreparatur in der Hotellobby angesagt. Hier noch mal ein Lob ans Tivoli-Hotel, das hat keinen weiter aufgeregt, ich weiß nicht, ob das in jedem Hotel so möglich gewesen wäre.